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Informationen über Wohnungen zum Steuern sparen


Bei Anruf "Steuern sparen" - schnell auflegen!


Viele Tausend Bundesbürger haben in den vergangenen Jahrzehnten Wohnungen gekauft, um damit Steuern zu sparen. Das Konzept sah vor, dass die gekaufte Wohnung vermietet wird und man dadurch die Zinsen für das Bankdarlehen von der Steuer absetzen könne.

Die Vertriebsfirmen verfügen oft über für diesen Zweck eingerichtete Call-Center mit speziell geschulten Mitarbeitern, die die Telefonbücher "abgrasen". Der ungebetene Werbebanruf erfolgt dann häufig nach dem gleichen Schema mit der Eingangsfrage, ob man Steuern sparen wolle.
Dann wird ein Termin vereinbart und ein Vermittler kommt zum Interessenten nach Hause. Dieser Termin dient lediglich dazu die Vermögensverhältnisse des Interessenten zu beleuchten und sich entsprechende Unterlagen, z.B. Verdienstbescheinigungen mitgeben zu lassen.
Die tatsächliche Beratung über das Anlageprojekt erfolgt dann in einem weiteren Termin, welcher in einem Büro der Vertriebsfirma stattfindet. Erst dort wird "die Katze aus dem Sack gelassen" und die Geldanlage mit Hochglanzprospekt vorgestellt. Es fallen Sätze, wie z.B. "Die Kosten decken sich durch die Einnahmen, Sie müssen nichts draufzahlen" oder "Nichts ist so sicher wie eine Immobilie".

Nicht selten wurden Anleger derart unter Druck gesetzt und "bearbeitet", dass sie noch am gleichen Abend oder am nächsten Tag beim Notar einen Kaufvertrag unterschrieben haben. Leider arbeiten heute immer noch Vertriebsfirmen mit solchen Methoden.

Sofern Sie eine solche Wohnung zum Steuersparen oder eine sog. Schrottimmobilie erworben haben, gibt es aufgrund der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes die Hoffnung für Anleger, dass sie unter gewissen Umständen Ansprüche gegen die das Objekt finanzierende Bank geltend machen können. Voraussetzung dafür ist, dass beim Kauf Tatsachen falsch dargestellt oder Risiken verschwiegen wurden und die Bank eng mit dem Vertrieb des Anlageobjekts zusammengearbeitet hat.

Lassen Sie sich deshalb von uns beraten, ob die Voraussetzungen in Ihrem Fall erfüllt sind.

Quelle und Freigabe: RA Claude Dawood